Dr. phil. Jutta Czapski

Dr. phil. Jutta CzapskiVitaPublikationen
Promotion in Kulturwissenschaften/ Philosophie an der Humboldt Universität zu Berlin über die Verwundbarkeit im Denken von Emmanuel Levinas; Trauma- und Kunsttherapeutin in einem Kinderhospiz.

Forschungsschwerpunkte
Vulnerabilität im Denken von Emmanuel Levinas
Trauma, Vulnerabilität und Resilienz

Beitrag zur Research Group

Meine langjährige Beschäftigung mit dem philosophischen Werk von Emmanuel Levinas führte mich zur Verwundbarkeit als dessen Kulminationspunkt. „Verwundbarkeit“ legt die dramatischsten und nachvollziehbarsten Inhalte seines Denkens frei – sie markiert den Umschlagspunkt, um den Levinas alles zu tun ist: von der Selbstbehauptung zur Hingabe, von der Identität zur Subjektivität, vom Einen zum Einzigen, von der Gewalt zur Menschlichkeit.
Nur kraft einer Ohnmacht – der Verwundbarkeit – ereignen sich Nähe, Beziehung und Antwort auf das Antlitz des Anderen. Levinas‘ radikales Denken der Verwundbarkeit war seine philosophische Antwort auf die erlittene Gewalt während des Zweiten Weltkrieges – doch hat sie auch in heutiger Zeit an Brisanz und Dringlichkeit nichts verloren, im Gegenteil.
In meiner derzeitigen Forschung lote ich das ent-grenzte Terrain der Verwundbarkeit im Denken von Levinas weiter aus. Dabei fokussiere ich ihren Zusammenhang mit der Leiblichkeit, der Haut und der Zärtlichkeit und gehe systematisch der Frage nach, was in einem Zeitalter der Digitalisierung eigentlich mit der Verwundbarkeit geschieht.“

  • 2016 Promotion in Kulturwissenschaften / Philosophie: „Verwundbarkeit im Denken von Emmanuel Levinas“ an der Humboldt-Universität zu Berlin
  • 2008 Ausbildung zur Traumatherapeutin
  • 2006 Graduierung zur Kunsttherapeutin
  • 2005 Magister in Philosophie, Kulturwissenschaften und Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin

Publikationen

  • Czapski, Jutta 2017: Verwundbarkeit in der Ethik von Emmanuel Levinas. Würzburg: Königshausen u. Neumann (Dissertation)